Über Karl (Karl Werner Lothar Koch)


Jahr Ereignisse
* 22.07.1965

Geburt Karl Koch's in Hannover

1972

Karl wiederholt die erste Klasse am der Comeniusgrundschule

1973

Karl's Mutter erkrankt an Krebs,
nun lebt Karl bei ihr

1976

Agnes Koch, Karl's Mutter stirbt im Januar

1978

Karl geht in die 7. Klasse und ist dort einer der besten Schüler

1979

Sein Vater schenkt ihm Illuminatus! - Der goldene Apfel; Karl ist begeistert von Hagbard Celine und deren Taten

1980 - 1983

Karl geht zur schulpsychologen Beratung, meistens sind es Einzelgespräche ohne Teilnahme seines Vaters; Karl hat ersten Kontakt mit Haschisch

1981

Karl will ausziehen, darf allerdings nicht und engagiert sich stark im Stadtschülerrat.

1982

Teilnahme an der Demo - Atomkraftwerk (AKW) Brodersdorf. Karl kämpfte in der AKW Bewegung mit und war zudem bekennender und aktiver Antifaschist.

1983
  • Karl ist 18 und wiederholt die 11. Klasse.
  • Karl engagiert sich noch mehr als Schülersprecher, da er darin die wichtigste Aufgabe in dieser Zeit sieht.
    Nicht nur die Organisation von Konzerten ist einer seiner Aufgaben, sondern er verantstaltete auch für die "Friedrich - Ebert Stiftung" Seminare
  • Im selben Jahr verstirbt seine Großmutter
1984

Karl ist 19. Sein Vater stirbt im August an Krebs, und er zieht in die Comeniusstraße 24. Das Erbe von 240 000 DM teilt er mit seinen Schwestern. Nun hat Karl eine neue Freiheit, seine eigene. Hier beginnt Karl sich verstärkt mit der Informatik auseinanderzusetzen, er kauft sich einen Atari ST.

1985
  • Die Hackerszene in Deutschland steckte noch in den Anfängen und selbst Karl hatte erst jetzt einen eigenen Zugriff zum Datex-P.
  • Nach eigenden Angaben von Karl hat er in dieser Zeit mit anderen Freunden den hannoverianischen Ableger des Chaos Computer Clubs, eine Art Stammtisch gegründet. Hier findet er neue Freunde und Gleichgesinnte. In diesem Jahr tritt Karl der SPD bei.
  • Karl kommt verstärkt mit Kokain in Berührung, zeitgleich entsteht die Idee mit Datenlieferungen an den KGB.
1986
  • Im Mai ist Karl schon ein fortgeschrittender kronischer Drogenkonsument. Er leidet laut den Ärzten an der "Jungschen Synchronizität". Es wird bekannt daß dt. Hacker den NASA Computer gehackt haben.

  • Die Öffentlichkeit beginnt sich für solche Dinge verstärkt zu interessieren.
  • Im Spätsommer stellt ein Freund Kontakt zum KGB her, Karl wird davon in Kenntniss gesetzt und erhält seinen "Anteil". In diesem Jahr fährt auch Karl mit nach Berlin um das Material an die Kontaktleute abzugeben. Auf der CeBit zeigt Karl was er "kann".

  • Im Sommer fährt Karl mit Freunden nach Spanien; bricht allerdings den Urlaub ab.

1987
  • Karl ist 22. Er zieht in ein Wohnheim in Hannover List (Ferdinand - Walbrecht Str. 28) nach zahlreichen Klinikaufhalten. Er beginnt ab August die die höhere Handelsschule zu besuchen.
  • In dieser Zeit fangen u.a. NDR Reporter an in der Szene nach Informanten zu suchen. In Karl finden sie eine geeignete Quelle, wenn man bedenkt daß Karl jetzt (nach Verbrauch des Geldes aus der Vererbung) auf Geld angewiesen war.
    Ebenfalls denkt Karl er hat die Journalisten in der Hand. Der NDR befürchtete ein "Mitwissen an kriminellen Handlungen", die strafbar sind und hält so Kontakt zum Verfassungsschutz.
1988
  • Im Juni beendet Karl ohne Abschluss die höhere Handelsschule. Karl stellt sich am 5.7.1988 dem Verfassungsschutz, da ihm Straffreiheit angeboten worden war. Konsequenz dessen sind mehrere Vernehmungen. Im August beginnt er mit der zweijährigen Ausbildung zum
    "Wirtschaftsassistenten - Informatik".
  • Im September gleichen Jahres bricht Karl die Ausbildung ab.
  • Grund hierfür liegen in der mangelnden Konzentration, die häufig wegen der (Spät)Folgen der Medikamente nicht erreicht werden kann.
  • Karl lernt Maja kennen. Er kündigt seine Räumlichkeit im Wohnheim und zieht zu einem Freund.
1989
  • Am 9.2.1989 nimmt Karl eine Halbtagsstelle bei der CDU an. Ab März werden Wohnungen durchsucht, einen Tag nach der Festnahme eines Freundes von Karl auf dem Berliner Flughafen.
    Auch Karl wird festgenommen, kann allerdings wieder gehen, da er bereits ausgesagt hatte.
  • Die "Hackergeschichte" wird am 02.03. aufgebauscht und im ARD "Brennpunkt Extra" wird daraus der "größte Spionagefall seit Guillaume" gebastelt.
  • Vom 24. - 27.04.1989 muß Karl erneut in Meckenheim vernommen werden. Auch hier leidet er wieder unter dem Druck des Verfassungsschutzes.
  • Am 22.05.1989 bezieht Karl eine neue, vom Verfassungsschutz bezahlte Wohnung in Hannover Herrenhausen.
† 23.05.1989
Nach der anzunehmenden Abblockung durch Freunde, abnehmender Anerkennung und ein Gefühl der Abschiebung nimmt sich Karl Koch an diesem Tag das Leben durch Selbstverbrennung. Dies ist jedenfalls die Meinung einer, da wohl für ihn hier auch das "Gesetz" der 5 eine Rolle für Karl spielte (Karl war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt und es war der 23.05.1989 !).

Die anderen zweifeln an, aufgrund merkwürdiger Umstände (am Tatort wurden keine Schuhe gefunden, der Wald hätte aufgrund der großen Trockenheit teilweise abbrennen müssen und dann war Karl auch noch "Kronzeuge") wohl auch zurecht.


Welche Therorie sich damals zugetragen hat, wird wohl nie endgültig geklärt werden.



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